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Spotlight on the semifinals

von Aline Leitner

Foto: Anja Gehrhoff


Am 4. Mai 2024 kämpften insgesamt 32 Teams aus der ganzen Schweiz – je 4 pro Geschlecht und Alterskategorie – in ihren jeweiligen Semifinals um den Einzug ins grosse Finale der Nachwuchsschweizermeisterschaften. Nur, wer heute siegreich vom Feld geht, kämpft am 5. Mai auf der Kunsteisbahn in Aarau um Gold.


Pünktlich, wie ein Schweizer Uhrwerk betraten am 4. Mai 2024 um 10 Uhr die Teams unter tosendem Applaus die Kunsteisbahn Aarau. Dort wo im Winter Eisprinzessinnen über die Eisfläche wirbeln und harte Checks ausgeteilt werden, hat ein anderer Sport Einzug genommen: 4 Volleyballfelder haben die Volunteers und das OK errichtet. Die Atmosphäre und der Ort sind einzigartig. Es sind zahlreiche Fans angereist, wie man der langen Autokolonne vor der KEBA entnehmen kann. Und diese Fans sind lautstark. Das Maskottchen «Eagy» hat leichtes Spiel, die Menge für den Volleysport zu begeistern.


Nach der Eröffnungszeremonie – mit Ansprache des OK-Präsidenten Stefan Riner – und der live gespielten Nationalhymne vom Topmusiker «Slädu», sind die Spiele eröffnet. Um pünktlich 11.15 Uhr der Anpfiff auf den Felder Hypothekarbank Lenzburg und Swisslos Sportfonds Aargau. Und der erste Punkt des Turniers ging dank eines langen Diagonalangriffs an die U16-Jungs vom TSV Jona.


Semifinals U15 Frauen

Im ersten Aufeinandertreffen des Tages duellierten sich die Spielerinnen von Köniz und jene von Luzern City. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase wurde es ab 16:16 spannend. Die Könizerinnen konnten sich mit drei Punkten absetzen. Doch Luzern City fing sich schnell und lancierte die Aufhol- und später die Überholjagd. Sie hatten die stärkeren Nerven und holten sich den Satzsieg mit 25:21. Das liessen die Könizerinnen nicht auf sich sitzen. Und sie trumpften in den Sätzen zwei, drei und vier Satz so richtig auf. Mit äusserst deutlichen Satzgewinnen (25:14, 25:15 und 25:16) konnten sie somit den Finaleinzug sichern.


Im zweiten U15-Duell ging es ebenfalls über vier Sätze. Den ersten Satz entschied Lugano nach 25 langen Spielminuten mit 25:23 für sich. Im zweiten Satz glich La Suze aus und spielte so überzeugend, dass Lugano bereits bei 2:6 und später bei 2:11 ein Time-out nehmen musste. Diesen gigantischen Vorsprung gaben die Jurasserinnen nicht mehr her und gewannen den zweiten Satz 25:18. Im dritten und vierten Satz gehörten lange Ballwechsel ebenso zum Programm, wie kompromisslose Services und clever gespielte Bälle. Und erneut wurde es knapp. Erst in der Money-Time konnten sich die Tessinerinnen jeweils durchsetzen und gewannen die Sätze drei und vier mit 25:22 und 25:23.


Semifinals U16 Männer

Wer den ersten Punkt des Turniers gemacht hatte, steht bereits oben beschrieben. Doch die «Joner» konnten den Jungs von Chênois Genève das Wasser nicht reichen. Die Genfer setzten sich in allen drei Sätzen schnell ab und ziehen somit, ohne gross in Bedrängnis zu geraten, mit einem deutlichen 3:0 (25:12, 25:14, 25:18) ins Goldfinale ein.


Im zweiten Semifinal duellierten sich Amriswil und Leo/Uni Basel. Auf dem Papier aufgrund der Resultate der Bronze- und Silberrunde gingen die Jungs aus Amriswil als Favoriten aufs Spielfeld. Und sie wurden ihrer Rolle gerecht: Sie waren konstanter in jeder Aktion -und konnten ihren Vorsprung über die Ziellinie bringen. Im ersten Satz mit 25:17 und im zweiten Satz mit 25:16. Erst im dritten Satz machte Leo/Uni Basel den Amriswilern das Leben schwer. Erst in der Money-Time konnten sie sich mit 25:22 durchsetzen.


Semifinals U17 Frauen

Das erste U17-Frauen-Duell verlief zuerst sehr einseitig. Der VBC Cheseaux wies die Spielerinnen von Volleyball Franches-Montagnes (VFM) von Anfang an in ihre Schranken und machte den ersten Satz schnell mit 25:13 klar. Der zweite Durchgang gestaltete sich etwas ausgeglichener. Doch VFM war immer einen klitzekleinen Schritt hintendrein und musste den zweiten Satz mit 20:25 abgeben. Im dritten Satz ging es dann so richtig zur Sache. Nach einem starken Start von Cheseaux, einer nachfolgend geglückten Aufholjagd von VFM und einem Kopf an Kopf Rennen in der Moneytime, hatte Cheseaux den längeren Atem und sicherte sich mit einem 26:24 den Finaleinzug.


Genf gegen St. Gallen. 2 Stunden und 9 Minuten dauerte das Spiel. Entsprechend lässt sich zusammenreimen, dass es sich um einen Fünfsätzer handelt. Der einzige bei den Frauen. Und St. Gallen startete so richtig durch: bei 14:7 hatten sie zweimal so viele Punkte wie ihre Gegnerinnen. Doch Genf blieb gelassen, arbeitete sich Punkt für Punkt heran und machte es gegen Schluss des Satzes noch so spannend, dass St. Gallen bei 24:21 ein Time-out nehmen musste, bevor sie dann mit 25:22 gewannen. Im zweiten Satz ging Genf schon früh in Führung und gab diese bis zum 25:16 nicht mehr aus der Hand. Und fulminant ging es im dritten Satz weiter. Mit 25:14 liessen die Genferinnen nichts anbrennen. Im vierten Satz meldete sich St. Gallen zurück und konnte sich nach einem ewigen Hin und Her hauchdünn mit 25:23 durchsetzen. Im fünften Satz erspielte sich Genf ganz zu Beginn einen 4-Punkte-Vorsprung und verwaltete diesen bis zum Schluss zum 15:10 Sieg.


Semifinals U18 Männer

Der TSV Jona und Volley Amriswil sorgten für den einzigen 5-Sätzer bei den Herren. Ob Jona äusserst präsent und ready war, oder Volley Amriswil einfach noch verschlafen, lässt sich nicht sagen. Doch Jona dominierte den ersten Satz regelrecht (25:15). Im zweiten Satz zeigte sich eine ausgeglichenere Sache.


Amriswil spielte aufgeweckter und konnte sich mit 25:22 den Satzsieg holen. Auch Durchgang drei ging – nach einem kurzen Zittermoment und einer Mini-Aufholjagd von Jona – mit 25:21 an Amriswil. Jona war im vierten Satz dann auf einmal wieder «da» und holte sich den Durchgang ähnlich kompromisslos, wie den ersten (25:14). Und im fünften Satz liessen die Joner gar nichts mehr anbrennen. Nach 99 Spielminuten bejubelten sie den Satz- und Matchgewinn (15:8).


Das zweite U18-Semifinale war – zumindest in den ersten drei Sätzen – ähnlich spannend. Servette Star-Onex setzte sich im ersten Satz früh mit 4 Punkten ab und konnte diesen Vorsprung sogar noch ausbauen und dann über die Ziellinie bringen (25:19). Doch die Jungs von City Volley Basel gaben nicht klein bei. Sie erspielten sich in der zweiten Hälfte des zweiten Satzes ebenfalls einen kleinen Vorsprung und konnten den zweiten Durchgang – nach kurzem Nervenflattern und zwei Time-outs bei 24:20 und 24:22 –- schlussendlich für sich entscheiden (25:22). Der dritte Durchgang war bis ganz zum Schluss ein Kopf an Kopf Rennen mit dem besseren Ende für Servette (25:23). Und was dann im vierten Satz passierte, war dann doch etwas unerklärbar. Die Genfer demonstrierten mal kurz ihre Klasse und liessen den Stadtbaslern absolut keine Chance (25:11).


Semifinals U19 Frauen

Das Heimteam aus Aarau startete nervös in sein Semifinal. Gegen Frispike hatten sie zu Beginn keine Chance. 14:1! Zogen die Fribourgerinnen davon. Und diesen Vorsprung verwalteten sie famos. Mit 25:10 setzten sie sich kompromisslos durch. Ebenso kompromisslos gestaltete sich auch der zweite Satz. Auch wenn Aarau etwas mutiger und weniger nervös spielte; und am Schluss sogar 5 Satzbälle abwehrte, gewann Fribourg mit 25:18 klar. Der Dritte Satz war wesentlich härter umkämpft. Doch es nützte alle nichts. Schlussendlich hatte Frispike die Nase vorne und machte mit 25:22 den Sack zu.


Im zweiten Duell ging es – wie wir es uns aus dem Tessin gewöhnt sind – lautstark zu und her. Im Tessinerduell hatte Lugano von Anfang an das Zepter in der Hand. Und gab es im ersten Satz nicht mehr her (25:17). Im zweiten Satz sah es schon ein wenig anders aus. Das Spiel war wesentlich ausgeglichener und die Spielerinnen von Bellinzona hatten vier Satzbälle. Die Luganesi liessen sich davon nicht beeindrucken, holten Punkt für Punkt auf und machten dann ihrerseits den Satz mit 26:24 klar. Auch im dritten Satz war Lugano stärker und zog mit 25:21 ins Goldfinale ein.


Semifinals U20 Männer

Die Jungs vom VBC Uni Bern liessen den Niederämtern aus Schönenwerd nur wenige Chancen. Auch wenn Schönenwerd im ersten Satz zuerst die Nase vorne hatte, wurden sie kurz vor Money-Time von den Unibernern überholt. Diese machten den ersten Durchgang mit 25:20 klar. Im zweiten Satz zeigte sich ein ausgeglichenes Spiel. Und erst gegen Schluss hatten die Berner etwas mehr Nerven und gewannen 25:22. Im dritten Satz liessen die Berner nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit 25:18 den Sieg.


City Volley Basel – notabene die Favoriten des Duells – erwischten keinen guten Start und so konnte der VBC Sursee den ersten Durchgang mit 25:22 für sich gewinnen. Doch das liessen die Stadtbasler nicht auf sich sitzen und setzten mit 25:18 ein klares Zeichen. Der dritte Satz war dann härter umkämpft und erst nach einer knappen Schlussphase setzten sich die Basler mit 25:23 durch. Und sie liessen im vierten Satz nichts mehr anbrennen. Mit 25:18 besiegelten sie ihren Sieg und somit den Finaleinzug.


Semifinals U23 Frauen

Auch das zweite Heimteam hatte leider kein Glück. Machen wir es kurz. Die Spielerinnen aus Cheseaux überzeugen mit einem teilweise hart umkämpften 3:1. Satz 1 ging nach einer nervösen Anfangs- und Schlussphase der Aarauerinnen mit 25:22 an Cheseaux. Satz 2 ging nach Höhen und Tiefen beider Teams ebenso klar an Aarau, wie der dritte Satz dann an Cheseaux (je 25:16). Im vierten Satz zeigte sich lange ein Duell auf Augenhöhe. Bis am Schluss Cheseaux die stärkeren Nerven hatte und mit 25:22 den Finaleinzug besiegelte.


Im zweiten Semifinal setzte sich die Volleyball Academy aus Zürich 3:1 gegen Volley Franches-Montagnes durch. Im Durchgang 1 spielten die Zürcherinnen losgelöst und konnten sich klar mit 25:18 durchsetzen. Im zweiten Satz hatten die Jurassierinnen schon ein Wörtchen mehr mitzureden. Zürich konnte sich erst nach 26 Spielminuten mit 25:23 durchsetzen. Die Jurassierinnen liessen sich vom knappen Resultat nicht entmutigen und bezwangen die Zürcherinnen 25:20. Im vierten Satz war dann wieder klar Zürich vorne und sie zogen mit 25:18 ins Goldfinale ein.


Semifinals U23 Männer

Was für eine Demonstration von den Jungs aus Amriswil. Sie lassen den City Volley Basel Jungs keine Chance und sind ihnen in allen Belangen eine Schrittlänge voraus. Entsprechend sieht man das auch im Resultat. Nach 57 Spielminuten machen sie mit einem famosen 3:0-Sieg (25:14, 25:17, 25:12) den Finaleinzug klar.

Das zweite Duell (TSV Jona vs. Lausanne) sorgte für mehr Abwechslung. Die Partie gestaltete sich vor allem zu Beginn sehr ausgeglichen. Erst ganz zum Schluss – und nach mehreren Anläufen – setzte sich Jona mit 25:22 durch. Lausanne hielt im zweiten Satz dagegen und glich mit einem 25:20 satzmässig aus. Im dritten Durchgang liess Jona seine Qualität aufblitzen und bejubelte den Satzgewinn mit 25:16. Im vierten Satz kämpften beide Teams wie verbissen. Doch schlussendlich hatte Jona etwas mehr Biss und sicherte sich mit 25:23 den Einzug ins «grande Finale».


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